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"Para mí esta semana fue una de las mejores de toda mi vida.
Me ha gustado la gente, mi familia de intercambio, la comida y el
Grande."
Nach einer Woche in Spanien haben alle Schülerinnen und Schüler viel zu erzählen ...

 

¡Adiós nuestros soles!

Adiós unsere Sonnen! - Wie viele andere Redewendungen haben wir auch diese kennengelernt: Sol (Sonne) - eines der größten Komplimente für einen Spanier. Und dies zu Recht, denn hinter uns liegt eine atemberaubende Zeit, die sich gar nicht richtig in Worte fassen lässt. Hier zumindest ein Versuch:

Wunderwunderschön war unser Aufenthalt in Ávila. Nicht nur innerhalb der Stadtmauern, sondern auch außerhalb gibt es super viel zu entdecken: Neben einem Rundgang über die historischen Mauern der Stadt bis hin zu einem famosen Aussichtspunkt über die gesamte Gegend und Landschaft, inklusive des Stadtkerns von Ávila, standen auch zahlreiche Besuche in anderen Städten an: Unter anderem Segovia (eine nette kleine Stadt mit hübschem Kern und Aquaedukt), Salamanca (eine Universitätsstadt mit gut erhaltenen Kulturschätzen und zwei beindruckenden Kathedralen) und - an unserem letzten Tag in Spanien - noch Madrid. 

Vom schulischen Leben in Ávila haben wir leider nicht viel mitbekommen - oder es wurde uns einfach nur erspart ;)  Stattdessen feierten wir mit der ganzen Schule den Beginn des neuen Schuljahrs mit einer Messe in der Kirche, einem Kinofilm (im schuleigenen Kino) und verschiedenen Spielen am Nachmittag.

Nun: Das absolute Highlight unserer Zeit bei unseren Austauschschülern war das Wochenende, das Viele mit der Familie verbracht haben. Manche unternahmen Ausflüge in die Umgebung von Ávila oder in Wochenendresidenzen (Fincas), andere besuchten Madrid und widmeten sich den Museen, einige trafen sich auch mit Freunden in einer Churrosbar, um zu frühstücken und den restlichen Tag in der Stadt zu verbringen.

Schnell ließ sich feststellen, dass für die Menschen in Ávila Kirche und Glauben eine besondere Rolle spielen. An die 15 Kirchen gibt es in und außerhalb der Stadtmauern, aber nur eine von ihnen ist von so großer Bedeutung wie die der Santa Teresa - der Schutzpatronin Ávilas.

Die größte Freude hat uns wohl das fast tägliche Zusammentreffen mit der Jugend Ávilas auf dem „El Grande“ bereitet. Jeden Abend, vorwiegend freitags und samstags, trifft man sich dort, um gemeinsam zu reden, etwas zu essen oder um zu feiern. Man macht sich schick und läuft nach Lust und Laune zu verschiedensten Freundeskreisen, mit denen sich auch wir Deutsche schnell angefreundet haben. Viele der Läden dort hatten auch noch spät abends geöffnet und trugen mit günstigen Snacks zum nächtlichen Leben bei, das vor allem durch die hell beleuchtete Stadtmauer so romantisch wirkte. Vielleicht war es auch so besonders, weil es ein „Nachtleben“ in diesem Sinne in Baden-Baden nicht gibt.

Lediglich am letzten Tag sind alle gemeinsam, Deutsche und Spanier, in ein Restaurant gegangen, um den letzten Abend zusammen zu verbringen - ähnlich wie im Februar bei uns in Deutschland, nur dass es diesmal der allerletzte Abend war.  Einige von uns waren schon betrübt, und schließlich liefen auch die Tränen, nachdem eine Spanierin eine herzzerreißende Rede gehalten hatte. Was die Bedienung wohl gedacht hat, als sie plötzlich einen Haufen weinender Jugendliche vor sich hatte?
Das alles wurde nicht besser, als sich die Deutschen am nächsten Morgen endgültig verabschieden und in den Zug nach Madrid steigen mussten. Viele wollten sich gar nicht mehr loslassen, und fast hätten wir den Zug zu spät erreicht - Schade auch!

Die letzten zwei Tage in Madrid habe wir eher mit gemischten Gefühlen verbracht: Die Hauptstadt konnte die Sehnsucht nach unseren Austauschschülern nicht stillen… Dennoch bewahren wir Madrid als sehr schöne Stadt mit tollen Gebäuden und interessanten  Geschäften in guter Erinnerung. Ein gelungener Abschluss!

In unserer Zeit in Ávila haben wir vieles lieben gelernt: Unsere Austauschpartner, unsere Gastfamilien, das spanische Leben, die Kultur, die Traditionen und so vieles mehr. Und vor allem eines: Erinnerungen.

Das herrliche Wetter, das wir in Ávila hatten, mag vielleicht ein weiterer Grund dafür gewesen sein, warum eigentlich keiner ins verregnete Deutschland zurückwollte…

Für einige heißt es nun: ¡Hasta nos vemos! - denn einige haben tatsächlich fest vor, ihre spanischen Familien wiederzusehen.

 

Pauline Roth

 

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